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Montag, 22. Juni 2026

Pollenallergie trotz Hyposensibilisierung: Was tun?

Eine Pollenallergie kann auch nach einer Hyposensibilisierung Probleme bereiten. Erfahren Sie, welche Symptome bestehen bleiben und was Arzt und Patienten tun können.

Anna Müller··2 Min. Lesezeit

Pollenallergien sind ein großes Thema, besonders wenn die Allergiesaison wieder beginnt. Viele Betroffene denken, dass eine Hyposensibilisierung alles lösen kann. Doch das ist nicht immer der Fall. Lassen Sie uns ein paar Mythen und Fakten rund um Pollenallergien genauer anschauen.

Mythos: Hyposensibilisierung heilt die Allergie vollständig.

Viele Menschen glauben, dass eine Hyposensibilisierung gleichbedeutend mit einer vollständigen Heilung ist. Leider ist das nicht ganz richtig. Diese Therapie kann die Empfindlichkeit gegenüber Pollen verringern, aber sie beseitigt die Allergie nicht ganz. Das bedeutet, dass einige Patienten trotz Therapie weiterhin Symptome erleben. Sie könnten denken, dass sie nun „immun“ sind – das ist ein Missverständnis.

Mythos: Es gibt keine Symptome mehr nach der Therapie.

Es ist ein häufiger Irrglaube, dass man nach einer Hyposensibilisierung keine Symptome mehr hat. In Wirklichkeit berichten viele Patienten, dass sie während der Allergiesaison weiterhin niesen, jucken oder sogar Atemprobleme haben. Die Therapie kann die Symptome mildern, aber sie ist keine Garantie dafür, dass sie ganz verschwinden. Achten Sie darauf, wie es Ihnen wirklich geht, besonders wenn die Pollenzahlen hoch sind.

Mythos: Allergiemedikamente sind überflüssig bei Hyposensibilisierung.

Ein weiterer weit verbreiteter Mythos ist, dass Allergiemedikamente nicht mehr nötig sind, wenn man eine Hyposensibilisierung macht. Das ist ganz schön optimistisch! Oft ist es notwendig, zusätzlich Antihistaminika oder Nasensprays zu verwenden, um die Symptome in Schach zu halten. Behandeln Sie Ihre Allergie ganzheitlich und sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um die beste Strategie zu finden.

Mythos: Allergien sind nur saisonal.

Viele nehmen an, dass Pollenallergien ausschließlich saisonal sind, also nur zu bestimmten Zeiten des Jahres auftreten. Aber das ist nicht immer der Fall. Einige Menschen sind gegen verschiedene Pollenarten allergisch, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen. Das bedeutet, dass die Symptome sich über das ganze Jahr hinweg ziehen können, wenn man gegen mehrere Pollen allergisch ist. Seien Sie aufmerksam und registrieren Sie Ihre Symptome über das Jahr – das kann Ihnen helfen, Muster zu erkennen.

Mythos: Einmal Hyposensibilisierung, immer geschützt.

Schließlich gibt es den Glauben, dass man nach einer Hyposensibilisierung für immer geschützt ist. Das ist eine gefährliche Annahme. Sollten Sie nach der Therapie erneut starke Symptome erleben, könnte das auf eine Verschlechterung Ihrer Allergie hinweisen. Regelmäßige Kontrollen beim Arzt sind unerlässlich, um Ihre Gesundheit im Blick zu behalten. Das gilt besonders, wenn sich Ihre Symptome ändern oder verschlimmern.

Wenn Sie also trotz Hyposensibilisierung Symptome haben, ist der erste Schritt, mit Ihrem Arzt zu sprechen. Ein erfahrener Allergologe kann Ihnen helfen, Ihre Medikamente anzupassen oder weitere Tests durchzuführen, um die spezifischen Auslöser Ihrer Symptome herauszufinden. Wichtig ist, die eigene Gesundheit ernst zu nehmen und sich nicht auf Mythen zu verlassen. Aufklärung und der Austausch mit Fachleuten sind der Schlüssel zur Linderung Ihrer Allergie-Symptome.